Seelischen Schmerz heilen?

Eine ganz vereinfachte Darstellung:


Bei körperlichen Schmerzen gehen wir zum Arzt, er untersucht uns und verschreibt uns Medikamente die wir schlucken oder wir lassen uns operieren, machen eine Reha etc. Einige Zeit später sind die Symptome und die Krankheit weg, der Patient ist geheilt. So läuft das mit den meisten körperlichen Wunden und Erkrankungen.

Das Prinzip hierbei ist: Patient - Krankheit - Symptome müssen weg.

 

Bei seelischen Wunden und deren Heilung ist das etwas anderes.

Wussten Sie, dass das Wort Heilung "ganz werden" bedeutet?

 

Bei der Heilung seelischer Wunden geht es nicht darum, sie "weg zu machen" - dadurch wird der Prozess der Heilung nur verlängert. Zunächst einmal erkennen wir unsere Wunden als solche an, nehmen sie wahr und akzeptieren sie, geben ihnen Raum in unserem Leben. Er ist ja da und Teil von uns. (... und das muss sich erstmal nicht gut anfühlen.) Und wenn wir dann noch Mitgefühl für uns empfinden können, ist es fast geschafft.

 

Dadurch werden wir "ganz", nehmen das zu uns, was zu uns gehört. Denn es sind nicht nur die "schönen" und "guten", die gefälligen Gefühle, die uns lebendig sein lassen, unser Dasein vertiefen und uns entscheidende Einsichten gewähren, sondern oft gerade die unbequemen, unangepassten, denen wir am liebsten entfliehen möchten: Scham, Neid, Schuld, Eifersucht, Verwirrung, Trauer, Angst ...

 

Das bedeutet nicht, dass der Schmerz für immer bleibt und so stark schmerzt. Alte und sehr tiefe Verletzungen verheilen, was bleibt ist eine Narbe und die Erinnerung an diese Erfahrung.

 

Martin Buber sagte:

 

"In jedem ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist."


   


Unser Gefühl für uns selbst hängt stark mit unseren Glaubenssätzen zusammen. Wie wir über uns selbst und über andere Menschen denken, prägt in jedem Moment die Art und Weise, wie wir uns fühlen, denken und uns verhalten, wie wir mit anderen Menschen im Kontakt sind.


Viele von diesen Überzeugungen haben wir so tief in uns verankert, dass wir sie für wahr halten. Es lohnt sich, diese alten Überzeugungen zu überprüfen und eventuell sich von ihnen zu verabschieden. Dies könnte nämlich zur Folge haben, das wir uns freier fühlen, lebendiger & in unserer eigenen Wahrheit sein können.

 

"Du kannst nur lernen, dass du das, was du suchst, schon selber bist.

Alles Lernen ist das Erinnern an etwas, das längst da ist und nur auf

Entdeckung wartet. Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,

bis so etwas übrigt bleibt, wie leuchtende innere Stille.

Bis du merkst, dass du selbst der Ursprung von Frieden & Liebe bist. " (Sokrates)

 

Also eher: Immer mehr von dem weglassen, das wir nicht wirklich sind!

Dann kann endlich das zum Vorschein kommen, was schon immer in uns war. Unter anderem: Liebe, Güte & Mitgefühl.


  

In Japan werden zerbrochene Schalen und Vasen

an den Bruchstellen mit Gold repariert, sodass

die Gefäße in ihrer Unvollkommenheit

vollkommen werden.

 

Hier liegt der Glaube zugrunde, dass,

wenn etwas mit Schaden behaftet ist,

und eine Geschichte hat

es an Schönheit gewinnt.



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